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Die Effektivität pflegerisch geleiteter Transitional-Care Interventionen zur Reduzierung der Mortalität und der klinischen Wiederaufnahmen bei Menschen mit Herzinsuffizienz

  • Einleitung: Trotz verschiedenster medikamentöser und nicht-medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten, wird die langfristige Überlebenswahrscheinlichkeit herzinsuffizienter Patienten als gering klassifiziert. Angesichts der fluktuierenden Symptomschwere und der dementsprechenden Gefahr einer kardialen Dekompensation, wird diese Patientengruppe nach einem stationären Aufenthalt zudem häufig erneut hospitalisiert. Insbesondere die Übergangsphase zwischen der stationären und ambulanten Versorgung birgt verschiedene Risiken, die den Outcome herzinsuffizienter Patienten negativ beeinflussen kann. Um den sektorenübergreifenden Transfer vulnerabler Patientengruppen zu unterstützen, wurden verschiedene Interventionsansätze entwickelt, die innerhalb der Literatur als Transitional-Care Interventionen zusammengefasst werden. Zielsetzung: Die Zielsetzung der vorliegenden Bachelorarbeit bestand darin, die Wirksamkeit pflegerisch geleiteter Transitional-Care Intervention zur Reduzierung der Mortalität und der klinischen Wiederaufnahmen bei herzinsuffizienten Personen zu evaluieren. Gleichzeitig sollte durch diese Arbeit untersucht werden, welche Formen und Kategorien der Transitional-Care Interventionen die besten Effekte erzielen. Methodik: Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine systematische Literaturrecherche in den wissenschaftlichen Literaturdatenbanken CINAHL, Pubmed, PsycInfo und der Cochrane Library durchgeführt. Nach der Qualitätsanalyse konnten insgesamt fünf Studien in die weitere Bearbeitung eingeschlossen werden. Ergebnisse: Die gefundenen Studienresultate wurden anlässlich ihrer Interventionsformen und den jeweiligen Outcomes zur Mortalität und der klinischen Wiederaufnahme kategorisiert. Hausbesuche in Verbindung mit regelmäßigen telefonischen Konsultationen zeigten positive Assoziationen zur Reduktion des Mortalitätsrisikos und der klinischen Wiederaufnahmerate. Alleiniges telefonisches Follow-Up verringerte das Mortalitätsrisiko der Probanden während der nachstationären Phase, hatte jedoch keinen signifikanten Einfluss zur Reduktion ungeplanter Re-hospitalisierungen. Risikoadaptiertes Follow-Up und Telemonitoring erzielten weder zum Mortalitätsrisiko, noch zur Wiederaufnahmerate signifikante Ergebnisse. Schlussfolgerung: Individualisierte Schulungen zur Selbstpflege, sowie Maßnahmen zur Evaluation des poststationären Gesundheitszustandes waren Bestandteile wirksamer Interventionsstrategien. Eine umfassendes Maßnahmenpaket sollte angesichts des komplexen Versorgungsbedarfs herzinsuffizienter Patienten verschiedene Komponenten der TCI gleichzeitig adressieren und darüber hinaus an den jeweiligen Bedürfnissen der Patienten adaptiert werden.
  • Background: Despite a variety of pharmacological and non-pharmacological treatment options, long-term survival of heart failure patients is classified as low. In view of the fluctuating symptom severity and the corresponding risk of cardiac decompensation, this patient group is often rehospitalized. The transition phase between in- and outpatient care harbors various risks that can negatively affect the outcome of heart failure patients. In order to support the cross-sectoral transfer of vulnerable patient groups, various intervention approaches have been developed, which are summarized as transitional care interventions. Aim: The aim of this bachelor thesis was to evaluate the effectiveness of nurse-led transitional care interventions to reduce mortality and hospital readmissions in people with heart failure. Furthermore this work should examine which forms and categories of transitional care interventions achieve the best effects. Methods: A systematic literature search was conducted in the scientific literature databases CINAHL, Pubmed, PsycInfo and the Cochrane Library. After critical appraisal, a total of five studies were included. Results: The results of the study were categorized on the basis of their interventions and the outcomes. Home visits in connection with structured telephone support showed positive associations for reducing the risk of mortality and the rehospitalization rate. Structured telephone support alone reduced the mortality risk, but had no significant influence on the reduction of unplanned rehospitalizations. Risk-adapted follow-up and telemonitoring did not produce any significant results regarding the mortality risk or the rehospitalization rate. Conclusion: Individualized education interventions for self-care, as well as measures for evaluating post-stationary health status were part of effective intervention strategies. In view of the complex care needs of heart-failure patients, a comprehensive strategy should address different components of the TCI at the same time and should also be adapted to the patients.

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Metadaten
Verfasserangaben:Maximilian Schindlbeck
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-18860
Untertitel (Deutsch):Eine systematische Literaturrecherche
Dokumentart:Bachelor Thesis
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2020
Titel verleihende Institution:Evangelische Hochschule Nürnberg
Datum der Freischaltung:13.10.2020
GND-Schlagwort:Herzinsuffizienz; Nachsorge; Sterblichkeit; Studie; Patientenschulung
Seitenzahl:IV, 53, XIX
DDC-Sachgruppen:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin, Gesundheit
Zugriffsrecht:Nürnberg, Evang. Hochschule
Hochschulen:Evangelische Hochschule Nürnberg
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International