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Wenn du nicht danach suchst, wirst du es nicht finden - Erkennung von Delirien bei neurologischen Patienten

  • Hintergrund: Schlaganfallpatienten sind anfällig für Deliren, dass negativen Auswirkungen auf die Mortalität, Morbidität, Verweildauer im Krankenhaus und Outcome zur Folge hat. Obwohl es ein lebensbedrohliches psychisches Syndrom ist, gibt es bisher keine evidenz-basierte Empfehlung für die routinemäßige Früherkennung, die die neurologischen Defizite aufgrund eines Infarktes einbezieht. Zielsetzung: Das Ziel dieser Arbeit liegt darin, vorhandene Delir-Screenings auf die Eignung für Schlaganfallpatienten unter Berücksichtigung der neurospezifischen Herausforderungen zu vergleichen und die diagnostische Testgenauigkeit zu überprüfen. Methodik: Eine systematische Literaturrecherche angelehnt an Robert Shaw (2019), wurde nach den Richtlinien für bevorzugte Berichtspunkte für systematische Überprüfungen und Metaanalysen (PRISMA) im Zeitraum Juli 2018 bis Dezember 2021 in den Datenbanken Medline, Cinahl und Cochrane Libary durchgeführt. Ergebnisse: Von 2636 Treffern konnten 18 Studien eingeschlossen werden. Insgesamt 3320 Patienten und acht verschiedene Delir-Screenings wurden einbezogen. Die gepoolte Sensitivität und Spezifität für den 4AT beträgt 82% bzw. 77% und für den CAM-ICU 78% bzw. 90%. Patienten, die entweder durch den CAM-ICU oder 4AT mit Delirium identifiziert wurden, wiesen einen höheren Anteil an neurologischen Defiziten wie Aphasie, Dysathrie, Neglect und Hemiparesen auf. Es besteht ein Zusammenhang zwischen neuro-spezifischen Herausforderungen und einer positiven Delirbewertung mit den Screenings. Der ICDSC beruht auf Beobachtungen und kann demzufolge die neurologischen Defizite zum Teil berücksichtigen. Schlussfolgerung: Obwohl die diagnostischen Testgenauigkeitsparameter akzeptabel waren, umfasst kein Screening die Überschneidung zwischen neurologischen Defiziten und Symp-tomen im Zusammenhang mit Delirien. Der Beobachtungsscore ICDSC hat Potenzial durch eine Etablierung in Stroke Units auf die komplexen Patientengruppe ausgerichtet zu werden.
  • Background: Stroke patients are vulnerable to delirium with negative effects on mortality, morbidity, length of hospital stay and outcome. Although it is a life-threatening mental syndrome, there is no evidence-based recommendation for routine screening that incorporates the neuro-specific challenges. Objectives: The aim of this study is to compare existing delirium screening tools for their suitability for stroke patients, taking into account neuro-specific challenges, and to assess diagnostic test accuracy. Methods: A systematic literature search built on Robert Shaw (2019), was conducted following the Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-analysis (PRISMA) guidelines in the Medline, Cinahl and Cochrane Libary databases for the period of July 2018 and Decem- ber 2021. Results: Of 2636 hits, 18 studies were included.A total of 3320 patients and eight different delirium screenings were included. The pooled sensitivity and specificity for the 4AT were 82% and 77%, respectively, and for the CAM-ICU 78% and 90%, respectively. Patients identified with delirium by either CAM-ICU or 4AT had a higher proportion of neuro-logical deficits such as aphasia, dysathria, neglect and hemiparesis. There is an association between neurospecific challenges and a positive delirium score with the CAM-ICU and 4AT. The ICDSC is based on observations and consequently can partially take the neurological deficits into account. Conclusion: Although the diagnostic test accuracy parameters were acceptable, no assessment encompasses the overlap between neurological deficits and symptoms associated with delirium. The ICDSC observation score has the potential to be adapted to the stroke unit and its complex patients.

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Metadaten
Verfasserangaben:Vanessa Wolf
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-26224
Untertitel (Deutsch):Eine systematische Literaturreview zum Vergleich validierter Delir Screenings
Dokumentart:Bachelor Thesis
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2022
Titel verleihende Institution:Evangelische Hochschule Nürnberg
Datum der Freischaltung:20.05.2022
Freies Schlagwort / Tag:Delir; Früherkennung
GND-Schlagwort:Schlaganfall; Patient; Screening
Seitenzahl:VIII, 40, IX - XXVI
DDC-Sachgruppen:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin, Gesundheit
Zugriffsrecht:Frei zugänglich
Hochschulen:Evangelische Hochschule Nürnberg
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International