Volltext-Downloads (blau) und Frontdoor-Views (grau)
  • Treffer 2 von 4
Zurück zur Trefferliste

Theorie-Praxis-Verschränkung im onlinebasierten Lernraum

  • „Blended learning“ scheint eine Art Zauberwort im didaktischen Diskurs zu sein, denn hier wird die Einschätzung vertreten, dass die Vermischung („blended“) unterschiedlicher Lehrformate Synergien erzeugt und damit die Ansprüche an aktuelle Hochschullehre in Richtung eines kompetenzorientierten Lernens („learning“) in moderner Form umgesetzt wird. Die Verzahnung zwischen Präsenz- und Onlinelehre, soll die Vorteile der jeweiligen Lernformen befördern und die Nachteile ausgleichen (vgl. u.a. Hornbostel 2007, S.17). Gerade die Arbeits- und Lebenssituation heutiger (berufsbegleitender) Studierender der Sozialen Arbeit sollte die zeit- und ortsunabhängige Lernmöglichkeit des E-Learnings einen breiteren Einfluss in den Lehrarrangements gewinnen lassen. Soweit die Theorie. In der Praxis zeigen sich erhebliche Differenzen zu den hier skizzierten Anschauungen. Betrachtet man allein Anwendung und Ausgestaltung der Moodle-Lernplattformen in der Lehre kritisch, dann gewinnt man den Eindruck, dass diese selten mehr sind als ein gemeinsamer linearer Inhaltsspeicher für Studierende und Lehrende („Pdf-Schleuder“). Abgesehen von der Papiereinsparung im Vergleich zu den Druckversionen früherer Seminarreader muss der nachhaltige Wert bezweifelt werden. Die „eigentliche“ Didaktik findet eben immer noch vorrangig im Seminarraum statt und nicht auf der Lernplattform. Schuldige für diesen Zustand sind schnell in den (traditionell ausgebildeten) Lehrenden ausgemacht, die mit Seminaren à la „Umstellung auf onlinebasiertes Lernen“ auf hochschuldidaktische Linie gebracht werden (sollen). In diesem Artikel wollen die Autoren einen anderen Blickwinkel zu dieser Mischung unterschiedlicher Lehrformen einnehmen und dabei insbesondere auf das Design der Lehrveranstaltung fokussieren. Mit dem Designbegriff verbinden wir das bewusste gestalterische Handeln in der Didaktik – es geht um planerisch-konzeptionelle und zugleich um operativ-gestalterische Prozesse (vgl. Reimann 2015, S. 7). Als Reflexionsgegenstand wird das gemeinsam durchgeführte Seminar im Sommersemester 2014 dienen. Neben der Darstellung der Organisation und Methodik des Seminars wird auch das zugrundeliegende Verständnis von Lehr-Lernprozessen skizziert. Die Entwicklung dieses Seminars wurde als lehrdidaktisches Entwicklungsprojekt im Sinne der kollegialen Lehrentwicklung vonseiten der Hochschulleitung gefördert.

Volltext Dateien herunterladen

Metadaten exportieren

Weitere Dienste

Teilen auf Twitter Suche bei Google Scholar

Statistik

frontdoor_oas
Metadaten
Verfasserangaben:Olaf Neumann, Ralf Quindel
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-7489
ISSN:2509-2898
Schriftenreihe (Bandnummer):Lehrpraxis KHSB Onlineausgabe (1)
Verlag:KHSB
Verlagsort:Berlin
Herausgeber:Ralf-Bruno Zimmermann
Dokumentart:Periodikum
Sprache:Deutsch
Datum der Veröffentlichung (online):27.05.2016
Datum der Erstveröffentlichung:27.05.2016
Datum der Freischaltung:27.05.2016
Freies Schlagwort / Tag:Lernraum
GND-Schlagwort:Integriertes Lernen; Computerunterstütztes Lernen; E-Learning; Selbstgesteuertes Lernen; Hochschuldidaktik; Unterrichtsmethode
Seitenzahl:14
Zugriffsrecht:Frei zugänglich
Hochschulen:Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - Namensnennung-Nicht kommerziell-Keine Bearbeitung