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Ausbildungserfolg in der Pflege – Untersuchung eines multidimensionalen Konstrukts unter Anwendung der Anforderungsanalyse in einer Ausbildungsstätte

Successful nursing education – A quantitative study with a multi-dimensional construct by analysing necessary competencies and behavior of students during the educational process

  • Die Promotionsschrift stellt empirische Forschungen und Ergebnisse zum Ausbildungserfolg in der Pflege vor. Bearbeitet wurde das Forschungsvorhaben mithilfe von Untersuchungsbefunden der Pflegewissenschaft sowie der Pflegepädagogik und mittels des Zugangs der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ziel der Arbeit war es, Merkmale des Ausbildungserfolgs empirisch zu prüfen und Prädiktoren für die Ausbildung zu erfassen, um zu einer Optimierung der Bewerberauswahl und zur Erhöhung des Ausbildungserfolgs in den Ausbildungsstätten beizutragen. Hierzu wurde die Ist-Situation in der Pflegeausbildung aus einer psychologischen Perspektive umfassend evaluiert. Darüber hinaus wurden unter Anwendung der Anforderungsanalyse und unterstützt durch die Critical Incident Technique (Schuler, 2002) Potenziell erfolgskritische Anforderungen ermittelt und validiert. Im Evaluationsdesign, das auch den Korrelationsforschungsansatz enthielt, wurden im Querschnittdesign die Daten von 115 Schülern und Schülerinnen der pflegerischen Fachausbildungen Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Gesundheits- und Krankenpflege erhoben. Die Befragung erfolgte zu drei Zeitpunkten während der Ausbildung. Ergänzend nahmen sechs Personen an der Befragung teil, die ihre Ausbildung während der Evaluationsphase abbrachen. Anhand einer Datenanalyse wurden die Abschlussquoten weiterer Jahrgänge evaluiert. Die Auswertung ergab, dass alle aus Betriebssicht formulierten Evaluationskriterien zum Ausbildungserfolg und der Bewerberauswahl nur unzureichend erfüllt waren. Sie betrafen sowohl die Ausbildungsabschlussquote und den voraussichtlichen Verbleib im Berufsfeld als auch die Zufriedenheit der Auszubildenden mit der Ausbildung, ihre Vorbereitung auf die Anforderungen des Pflegeberufs sowie deren Bewältigung. Dabei lassen die Analysen den Schluss zu, dass speziell die Zufriedenheit mit der Ausbildung eine Schlüsselrolle für den Ausbildungserfolg einnimmt. Insgesamt bestätigte die Untersuchung die Definition des Ausbildungserfolgs in der Pflege als multidimensionales Konstrukt. Hinsichtlich des Ausbildungsabbruchs erwies sich in der Untersuchung eine Konstellation als wesentlich, die aus weniger guten praktischen Ausbildungsleistungen und tendenziell sehr guten theoretischen Leistungen besteht. Die Interpretation der Befunde und weitere sie stützende Analyseergebnisse ließen die Schlussfolgerung zu, für die Auszubildenden sei – überspitzt formuliert ‒ das Funktionieren im System das primäre Ausbildungsziel. Aufgrund der unzureichenden Datenlage bleibt diese brisante Annahme im Rahmen der Untersuchung jedoch hypothetisch. Zur Prädiktion des Gesamtergebnisses der Abschlussprüfungen trugen zwei Vorauswahlkriterien bei. Das Modell klärte 37.6 % an Varianz der Kriteriumsvariable auf. Bezüglich der Potenziell erfolgskritischen Anforderungen bestätigte sich anhand einer Hauptkomponentenanalyse die zugrunde liegende Anforderungsstruktur der Potenziell erfolgskritischen Verhaltensweisen. Die weiteren Analysen belegten die Validität der gebildeten Skalen für alle in die Definition des Ausbildungserfolgs aufgenommenen Kriterien. Zur Erhöhung der externen Validität der Skalen wurden Außenkriterien ermittelt.
  • The dissertation presents empirical research and results about successful nursing education. The research project was conducted using theories and empirical results from nursing science and nursing pedagogy, and through the lens of occupational and organisational psychology. The goal of the thesis was to empirically test characteristics of successful education and to describe predictors for the nursing education process in order to help optimize the selection of applicants and increase educational success in schools of nursing. Therefore it comprehensively evaluated the current state of nursing education in Germany from a psychological perspective. In addition, it used the analysis of necessary competencies and behavior of students, supported by the Critical Incident Technique (Schuler, 2002), to determine and validate potentially success-critical competencies and behavior. The evaluation, which also included a correlation research approach, applied a cross-sectional design, collecting data from 115 students in nursing programs for Adult and Pediatric Nursing. The survey was conducted with three different student cohorts of the educational program (1st, 2nd and 3rd year). In addition, six people who took part in the program left it before examination. The graduation rates for former years were evaluated based on a data analysis. The analysis showed that all the evaluation criteria for educational success, formulated from an operational point of view, were unsatisfactorily fulfilled. These included the program graduation rates and the students´ subjective expectation to remain in the professional field after examination, as well as the students’ satisfaction with the program, their preparation for the demands of a nursing career, and how they handled these. The analysis indicated that in particular, satisfaction with the educational program played a key role for its success. Overall, the study confirmed the definition of successful nursing education as a multi-dimensional construct. Concerning not finishing the program, the study found one particular constellation, consisting of poorer practical training grades, combined with (very) good theoretical grades, which played an important role. The interpretation of the findings and other supporting analysis results led to the conclusion that, to put it simply, functioning within the system of institutions for the practical nursing education was the primary goal for students. Due to insufficient data, however, this controversial assumption remains hypothetical within the scope of the study. Two types of selection criteria were used to help predict the overall results of final exams (dependent variable). The model explained 37.6% of the variance of the dependent variable. In terms of the potentially success-critical competencies and behavior, an analysis of the main components (factor analysis) confirmed the underlying structure for potentially success-critical behaviors. Further analyses confirmed the validity of the established scales for all criteria that were used in defining educational success. In order to increase the external validity of the scales, external criteria were determined.

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Metadaten
Verfasserangaben:Bettina Schiffer
URN:urn:nbn:de:0295-opus-4552
Betreuer:Bettina Schiffer
Dokumentart:Dissertation
Sprache:Deutsch
Datum der Veröffentlichung (online):09.02.2015
Datum der Abschlussprüfung:22.01.2015
Datum der Freischaltung:09.02.2015
Freies Schlagwort / Tag:Ausbildungsabbruch; Ausbildungsforschung; Erfolgskritische Anforderungen; Pflegeausbildung; Prädiktion des Ausbildungserfolgs
applicant assessment and selection; evaluation; predicting successful nursing education; research in education; success in nursing education
GND-Schlagwort:Evaluation; Erfolgskontrolle; Auswertung; Auslese; Ausbildungserfolg
DDC-Sachgruppen:300 Sozialwissenschaften / 370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Zugriffsrecht:Frei zugänglich
Hochschulen:Philosophisch-Theologische Hochschule Vallendar
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - Namensnennung, Nicht kommerziell, Keine Bearbeitung