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Handlungssicherheit von Lehrpersonen bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung

  • Ziel dieser Arbeit ist es, herauszufinden, inwiefern die Handlungssicherheit von Lehrerinnen und Lehrern bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung durch Sachinformationen gesteigert werden kann. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine Evaluationsforschung in Form einer Online-Erhebung mittels Fragebogen durchgeführt. Dabei wurden Lehrpersonen aus drei Gruppen zu ihrer Handlungssicherheit bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung befragt. Während Gruppe 1 und Gruppe 2 den Folder „Kinderschutz – Ein Leitfaden für Pädagog*innen“ in der Schule zur Verfügung haben sowie Gruppe 1 zusätzlich an einer Fortbildung zum Thema Gewalt an Kindern teilgenommen hat, bildet Gruppe 3 die Kontrollgruppe, die weder den Folder zur Verfügung noch eine Fortbildung absolviert hat. Die Ergebnis-se zeigen, dass je mehr Sachinformationen die Lehrerinnen und Lehrer erhalten haben, desto handlungssicherer sind sie im Umgang bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung. Hoch signifikant sind vor allem der Effekt der Teilnahme an der Fortbildung zum Thema Gewalt an Kindern sowie die Zusammenarbeit mit einer Kinderschutzorganisation wie zum Beispiel die Kinder- und Jugendhilfe, die Kinder- und Jugendanwaltschaft oder das Kinderschutzzentrum. Die Ergebnisse der Studie liefern somit relevante Implikationen für die Praxis.  
  • The aim of this study is to find out to what extent the confidence of teachers to act in cases of suspected child endangerment can be increased by factual information. To answer the research question, evaluation research was conducted in the form of an online survey using a questionnaire. Teachers from three groups were asked about their confidence in acting when there was a suspicion that a child was at risk. While group 1 and group 2 have the folder "Child Protection - A Guide for Educators" available at school and group 1 has also participated in a training course on the topic of violence against children, group 3 forms the control group, which has neither the folder available nor completed a training course. The results show that the more factual information the teachers have received, the more confident they are in dealing with suspected child endangerment. Highly significant is the effect of participation in further training on the topic of violence against children as well as the cooperation with a child protection organization such as the child and youth welfare service, the child and youth ombudsman's office or the child protection center. The results of the study thus provide relevant implications for practice.

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Metadaten
Verfasserangaben:Marlene Stockinger
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-24430
Gutachter*in:Gunda Jungwirth
Dokumentart:Masterarbeit
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2021
Titel verleihende Institution:Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Datum der Abschlussprüfung:17.01.2022
Datum der Freischaltung:28.01.2022
GND-Schlagwort:Handlungssicherheit; Kindeswohlgefährdung
Seitenzahl:134
DDC-Sachgruppen:300 Sozialwissenschaften
Hochschulen:Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Zugriffsrecht:Linz, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY-SA - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International