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Deaktivierung des implantierten Kardioverter-Defibrillators in der letzten Lebensphase - Die pflegerische Begleitung bei einer schwierigen Entscheidung

  • Deaktivierung des implantierten Kardioverter-Defibrillators in der letzten Lebensphase - Die pflegerische Begleitung bei einer schwierigen Entscheidung Hintergrund: Der implantierte Kardioverter-Defibrillator (ICD) gilt als die effektivste Therapiemodalität zur Behandlung lebensbedrohlicher ventrikulärer Tachyarrhythmien und ist in der Lage, das gesamte Spektrum der Herzrhythmusstörungen, die zum plötzlichen Herztod führen, zu behandeln. In Deutschland werden mehr als 300 ICDs pro 1 Million Einwohner_innen und Jahr implantiert. Damit hat Deutschland sowohl absolut als auch relativ die meisten Implantationen und somit die europäische Spitzenposition inne. In den meisten Fällen ist diese Therapie am Lebensende nicht mehr erwünscht. Erkenntnisse aus der Forschung weisen darauf hin, dass Menschen mit ICD besonders in der Sterbephase Gefahr laufen, eine Schocktherapie zu erhalten. Ursache hierfür sind Herzrhythmusstörungen, die bei rund der Hälfte der Menschen im Sterbeprozess auftreten. Die Schocktherapie kann von sterbenden Patient_innen als schmerzhaft und belastend empfunden werden, ebenso auch von den Angehörigen und von professionellen Pflegekräften, die die Sterbenden begleiten. Um unangenehme Schocks in der Sterbephase zu vermeiden, gibt es die Möglichkeiten den ICD zu deaktivieren. Um eine autonome Entscheidung bezüglich einer Deaktivierung des ICDs am Lebensende treffen zu können, brauchen die Betroffenen viele Informationen. Oft haben ICD-Tragende allerdings ein unzureichendes Wissen über die Funktionsweise und die Möglichkeit der Deaktivierung des ICDs. Pflegekräfte erfahren in der direkten Versorgung der ICD-Tragenden viel über deren Sorgen, Gedanken und Wünsche bezüglich des Lebensendes. Fragestellung: Welche Aufgaben kann eine Pflegekraft bei der Begleitung von ICDPatient_innen am Lebensende hinsichtlich der Deaktivierung übernehmen bzw. welche Aufgaben werden bereits von Pflegefachpersonen übernommen und in der Literatur beschrieben? Methode: Systematische Literaturrecherche auf den Datenbanken CINAHL, Carelit und Cochrane. Ergebnisse: Pflegekräfte können folgende Aufgaben einnehmen: Edukation der Patient_innen, Gesprächsbedarfe erkennen und Gespräche einleiten, Vertretung der Patient_innen im multidisziplinären Team, emotionale Begleitung, eigene Weiterbildung und richtiges Handeln im Notfall. Fazit: Besonders in der palliativen Betreuung muss es zukünftig einen offenen Umgang mit ICDs geben. Dazu braucht es ein sensibel geführtes Beratungsgespräch und eine gute Begleitung im Prozess der Entscheidungsfindung. Die Pflege kann dabei eine Schlüsselrolle einnehmen.
  • Deactivation of implantable cardioverter defibrillator at the end of life – Nursing support to make a difficult decision Background: The implantable cardioverter-defibrillator (ICD) is the most effective medical therapy of ventricular tachyarrhythmias and can treat the entire spectrum of cardiac arrhythmias leading to sudden cardiac death. In Germany, more than 300 ICDs are implanted per million inhabitants and year. This means that Germany has the highest number of implants in absolute and relative terms, and thus occupies the top position in Europe. In most cases, this therapy is no longer desirable at the end of life. Study results show that people with ICD face a higher risk of receiving shock therapy, especially during the dying phase. This is due to cardiac arrhythmias, which occur to about half of the people in dying process. Shock therapy can be painful and stressful for dying patients, as well as for families and for clinicals, who provide medical and nursing care. To avoid unwanted shocks at the end of life, there is the opportunity to deactivate the ICD. To support patients and family members to make informed decision, providers could utilize and interprofessional approach to enhance understanding of ICD functions and deactivation option. But a lot of patients have insufficient knowledge about the ICD function and the possibility of deactivating the ICD at the end of their lifes. Nurses caring for ICD patients learn a lot about the concerns, thoughts and wishes regarding the end of life. Issue: What professional tasks could nurses undertake in the accompaniment of ICD patients at the end of life regarding ICD deactivation or which tasks have already been taken over by nurses and are described in the literature? Method: Systematic literature search on the databases CINAHL, Carelit and Cochrane. Results: Nurses can take on the following tasks: education of the patients, to identify patients with the need to talk about end of life and initiate discussions, representation of the patients matters in the multidisciplinary team, emotional support, further training and acting in an emergency. Conclusion: Especially in palliative care situations there must be an open-minded culture with ICDs in the future. This requires a sensitive discussion and good support in the decision-making process. Nursing can take in a key role here.

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Metadaten
Verfasserangaben:Kristina Arndt
URN:urn:nbn:de:0295-opus4-14987
Dokumentart:Bachelor Thesis
Sprache:Deutsch
Jahr der Fertigstellung:2019
Titel verleihende Institution:Evangelische Hochschule Nürnberg
Datum der Freischaltung:10.09.2019
Freies Schlagwort / Tag:Implantierter Kardioverter-Defibrillator; Patientenedukation
GND-Schlagwort:Palliativpflege; Pflegepersonal; Sterbebegleitung
Seitenzahl:VIII, 43
DDC-Sachgruppen:600 Technik, Medizin, angewandte Wissenschaften / 610 Medizin, Gesundheit
Zugriffsrecht:Nürnberg, Evang. Hochschule
Hochschulen:Evangelische Hochschule Nürnberg
Lizenz (Deutsch):License LogoCreative Commons - CC BY-NC-ND - Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International